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Blindenschule "Tulio Herrera León" in Trujillo

Stand des Projekts im Jahr 2004

Die Schülerzahl steigt erfreulicherweise kontinuierlich und der von den Eltern organisierte Schultransport funktioniert sicher und reibungslos. Ausserdem bieten viele neue Anschaffungen den Schülern Perspektiven zur Sicherung des eigenen Lebensunterhalts und Integration in die Gesellschaft.

Eine Ausbildung für Blinde wird landläufig als überflüssig betrachtet, deshalb war das Blindenzentrum in Trujillo (ca. 510.000 Einwohner) - die einzige Einrichtung dieser Art im gesamten Bundesland - fast unbekannt. Durch intensive Werbung für das Zentrum in Krankenhäusern, Kirchengemeinden, Zeitungsannoncen und durch die persönliche Kontaktaufnahme mit betroffenen Familien, d.h. durch die aktive Suche nach weiteren Blinden, ist es Madre Nelida und ihren Mitarbeiterinnen gelungen, die Schülerzahlen zu steigern und die Familien von der Notwendigkeit und dem Nutzen einer Ausbildung zu überzeugen.

Das Blindenzentrum ist eine staatliche Einrichtung. Der Besuch der Schule ist für Schüler aus armen Familien kostenlos, von Familien, die über ein entsprechendes Einkommen verfügen, wird ein gestaffeltes Schulgeld von bis zu 40 Soles (ca. 10 US Dollar) jährlich erhoben. Der Staat bezahlt die Personalgehälter und stellt in unregelmäßigen Abständen auch eine - allerdings karge - Schulspeisung zur Verfügung.

Nachdem die technische Ausstattung des Zentrums (Mobiliar, Maschinen) von der Gruppe Ayuda in Kooperation mit dem Päpstlichen Missionswerk der Kinder/ Sternsinger finanziert wurde, hat der Bürgermeister von Trujillo die Finanzierung von drei Klassenzimmern übernommen, die mittlerweile fertiggestellt sind.

Die neue Blindenschreibmaschine im Unterrichtseinsatz

2004: Mobilidad – Schultransport durch die Eltern

Das Projekt "Mobilidad" für die Blindenschule verläuft nach wie vor äußerst erfolgreich.

Mit 2.000 US Dollar jährlich finanzieren wir den Taxi-Transport der Schulkinder durch deren Eltern, so dass die Kinder aus den acht angrenzenden Elendsvierteln sicher und pünktlich zum Unterricht gelangen und gleichzeitig die Familien finanziell unterstützt werden.

Die Eltern bringen ihre Kinder sicher zur Schule und haben dadurch selbst ein Einkommen

2004: Musikunterricht zur Sicherung des Lebensunterhalts

Als weitere Maßnahme zur Unterstützung der Selbständigkeit ihrer Schüler/innen wird Madre Nelida Musikinstrumente anschaffen, da viele Blinde musikalisch sehr begabt sind. Es sollen Musikgruppen gegründet werden, die für Feste aller Art in Trujillo gebucht werden können, so dass den Schülern eine eigene Verdienstmöglichkeit eröffnet wird. Die Kosten von 6.000 Dollar für diese Anschaffungen wurden zu zwei Dritteln vom Päpstlichen Missionswerk der Kinder in Aachen (Sternsinger) getragen, 2.000 € haben wir beigesteuert.

Gruppe von Musikschülern

2002: Ehemalige Schülerinnen nun selbst Lehrerinnen

Im November 2002 haben zwei ehemalige Schülerinnen ihre Examina als Lehrerinnen bestanden und unterrichten nun selber als Lehrerinnen an ihrer Schule.
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Maria und Araceli haben ihr Examen bestanden
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