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Abgeschlossenes Projekt |
Centro Médico Cusco |
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AYUDA-Mitglied Kinderarzt i. R. Dr. Wolf Schenck hat, wie bereits in den zurückliegenden Jahren, auch im Herbst 2006 wieder für einige Wochen in Cusco gearbeitet und sich ein Bild vom Stand des Projekts gemacht. Aus Altersgründen wird er seine Mitarbeit vor Ort voraussichtlich in Zukunft nicht mehr fortsetzen können.
Nachfolgend lesen Sie seinen Bericht:
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Wie läuft's?
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Das Centro Médico (Policlinica) hat bei den ärmeren und armen Menschen in der Stadt Cusco einen festen Platz in der Krankenversorgung.
Im Archiv haben sich die Krankenakten von 16.000 Patienten angesammelt.
Die Sprechstunden des Ambulanzteams sind unverändert Montag bis Freitag vor- und nachmittags, überwiegend für einfache Allgemeinmedizin, geburtshilflich-gynäkologisch durch die Hebammen, odontologisch durch die Zahnärzte, zusätzlich Konsiliarsprechstunden durch Süezialärzte aus der Stadt, wie Kinderärzte oder Rheumatologen zu besonderen Zeiten.
Die Kostenbeteiligung ist unverändert bei 6 Soles (entsprechend ca. 1,50 Euro) pro Behandlungsfall, für die Armen ist die Behandlung kostenlos, einschließlich der Medikamente. Der Ambulatoriumsbau ist sehr gut gelungen und seit zwei Jahren in Betrieb, allerdings in vielerlei Hinsicht noch unfertig.
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Versorgung der umliegenden Dörfer
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Die Bergdörfer in derzeit fünf Gemeinden werden turnusmäßig vom Außendienstteam zu Sprechstunden angefahren. Seit einem Jahr besteht die Außenstation Huamanchacona, anderthalb Autostunden entfernt, die in Zukunft ständig besetzt bleiben soll, u. a. um auch in der unwegsamen Regenzeit ärztliche Hilfe zu ermöglichen.
Die Patientenzahlen auf den Dörfern schwanken sehr stark, von einigen wenigen bis kaum zu bewältigenden 50-70 an einem Sprechtag, allerdings mit vielen Leichtkranken darunter. Behandlung und Medikamente sind für alle der durchweg sehr armen Bauern kostenfrei.
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Leitung & Mitarbeiter
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Derzeit arbeiten etwa 24 Mitarbeiter im Projekt: Ärzte, Schwestern, Hebammen, Zahnärzte, eine Laborantin und eine Krankengymnastin. Die Gesamtleitung hat nach wie vor Padre Nicanor Acuna Yaya inne, in der Verwaltung ist seit vielen Jahren Paulina Farfan die wichtigste Person, seit wenigen Monaten unterstützt durch eine von der Kirche angestellte Nonne.
Nach einer jahrelangen reibungslosen Zusammenarbeit haben sih in den letzten eineinhalb Jahren leider erhebliche interne Personalprobleme entwickelt, die zum Ausscheiden mehrerer kompetenter Mitarbeiter unter den Ärzten, Schwestern und Zahnärzten geführt haben, einschließlich des ärztlichen Leiters Dr. Felipe Camaro und seiner in der Verwaltung tätigen Ehefrau.
Grund für diese schwerwiegenden Unstimmigkeiten war einerseits die Spaltung der Mitarbeiter in Mitglieder der Neocatecumenos, einer besonderen Richtung in der katholischen Kirche, zu der auch Padre Nicanor als einflußreiche Persönlichkeit gehört, und Mitarbeitern, die sich dem nicht anschließen wollten. Andererseits war es der autoritäre Führungsstil von Padre Nicanor, der keine anderen Meinungen zuließ und dem sich nicht mehr alle Mitarbeiter bedingungslos unterordnen wollten.
Bedauerlicherweise haben diese Turbulenzen auch dazu geführt, dass die sehr aktive Gruppe von italienischen Ärzten ihre erhebliche finanzielle Unterstützung der Policlinica in der Stadt zunächst eingestellt hat.
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Was wurde erreicht?
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Zunächst, dass trotz aller internen Unruhen die Krankenversorgung uneingeschränkt weitergelaufen ist, wovon sich mein Sohn Dr. Christof Schenck bei einem Besuch in Cusco im August 2006 überzeugen konnte.
Wir konnten einenersten kleinen Schritt in der Besserstellung wenigstens der fünf Mitarbeiter im anstrengenden und auch gefährlichen Außendienst durchsetzen, die nun, auf unsere Kosten, zuverlässig kranken- und unfallversichert (Panilla) sind.
Die ärztliche Versorgung der Bergbauern wurde schrittweise ausgebaut, vor allem durch die Außenstation Huamanchacona, die nun auch an das Stromenetz angeschlossen ist, und den besser geregelten Turnus der Dorfsprechstunden.
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Finanzierung
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Was die Finanzierung betrifft, so konnten die für das Jahr 2006 gegebenen Zusagen eingehalten werden. Beteiligung an den Gehältern mit 10.000 Euro (vierteljährlich 2.500 Euro von der Gruppe AYUDA) und die nahezu komplette Bereitstellung der Medikamente (Aktion Medeor) mit 12.000 Euro. Sonderausgaben und Sonderwünsche konnten allerdings nicht berücksichtigt werden.
Da die Gesamtfinanzierung des Projekts in den Händen der Pfarrgemeinde "Parroquia de Belén" ist und uns keine Bilanz vorliegt, wenn eine solche überhaupt existiert, sind uns die übrigen Geldquellen, wie kirchliche oder staatliche Zuschüsse oder andere Spenden, nicht genau bekannt, mit Ausnahme der Einnahmen der Policlinica über die, wie auch über alle Ausgaben, sehr exakt Buch geführt und uns vorgelegt wird.
Unsere eigenen Rücklagen beziehen sich nur auf Gehaltszahlungen und Medikamentenkosten. Wie aber z. B. ein jüngerer, geländegängiger Gebrauchtwagen als Ersatz für den Toyota Pickup, wenn dieser demnächst seinen Geist aufgibt, finanziert wird, ist noch unklar. Andrere Anschaffungen müssen zurückstehen.
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Wie geht es weiter?
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Die Patientenversorgung soll wie in den Jahren zuvor fortgeführt werden, wobei die Lage etwas weniger optimistisch ist als in der Vergangenheit. Der mögliche Ausfall der italienischen Unterstützung und die Anschaffung des neuen Autos müssen aufgefangen werden.
Leider muss ich nach zehn Perureisen die jährlichen Besuche in Cusco schweren Herzens aufgeben, aber es besteht die begründete Hoffnung, dass Ärztinnen und Ärzte, die schon mehrfach dort tätig waren oder aber erstmalig im Frühjahr 2007 einsteigen wollen, für einige Wochen im Projekt mitarbeiten werden. Diese Besuche sind für die Zusammenarbeit mit dem peruanischen Team genauso wichtig, wie sie für uns immer bereichernd waren.
Nach wie vor fallen keine Spesen an. Bezahlt werden ausschließlich
peruanische Mitarbeiter.
Wir danken Ihnen im Namen der Menschen in Peru für Ihre große Hilfe, durch die allein dieses Projekt möglich war und in dem jetzt seit immerhin 12 Jahren erfolgreich gearbeitet wird.
Dr. Wolf Schenck
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Projektbericht 2005
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Lesen Sie hier den Projektbericht 2005.
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Projektbericht 2004
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Lesen Sie hier den Projektbericht 2004.
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