Dürener Nachrichten

27. Oktober 2003

Harald Schmidt-Hurtienne hat vor über 20 Jahren die Gruppe "Ayuda" ins Leben gerufen - Bitte um Spenden

Unermüdlicher Einsatz für die Ärmsten in Peru

Von Nachrichten-Mitarbeiterin Sandra Kinkel

Harald Schmidt- Hurtienne setzt sich seit vielen Jahren für Menschen in Peru ein.

Foto: Sandra Kinkel

Düren - Eigentlich ist Harald Schmidt-Hurtienne aus Düren ja Lehrer. Pensionierter Lehrer genau genommen. Seit über 20 Jahren setzt sich der freundliche Mann mit den lustigen Augen aber auch unermüdlich für die Menschen in Peru ein.

Mehr als 750.000 Euro sind in dieser Zeit für Kinder und Kranke in dem Andenstaat zusammengekommen, Grund genug den 59-jährigen Harald Schmidt-Hurtienne in der "Nachrichten"-Serie "Leute von heute" vorzustellen.
"Ich war schon sehr lange", erzählt Harald Schmidt-Hurtienne, "Mitglied in einer Perugruppe. Aber die war in Siegburg, und es war mir doch sehr mühsam, immer zu den Gruppentreffen zu fahren. Deswegen habe ich in Düren gemeinsam mit Freunden und Bekannten eine eigene Gruppe gegründet." Die heißt "Ayuda", was "Hilfe" auf spanisch heißt.
Von Anfang an haben 14 Leute mitgemacht. "Wir haben", erzählt Harald Schmidt-Hurtienne, "als erstes Projekt in Cusco eine Schule erbaut. Das ist die Schule 'St. Martin de Porras', in der mittlerweile 1000 Mädchen unterrichtet werden. Und zwar 500 morgens und 500 nachmittags."

Darüber hinaus ist "Ayuda" für die Errichtung mehrerer Kindergärten und auch den Aufbau eines Medizinprojektes zuständig. "Ich mache fast jedes Jahr", so Harald Schmidt-Hurtienne, "eine Reise nach Peru. Ich habe das Elend dort wirklich kennen gelernt. Ein Medizinprojekt war deshalb notwendig, weil viele Dörfer quasi völlig ohne medizinische Versorgung auskommen müssen." Seit 1997 fahren Dank "Ayuda" Ärzte und Krankenschwestern in verschiedene Dörfer, um den Menschen zu helfen. Die Dürener Gruppe zahlt die Gehälter. Elf Menschen bekommen für drei Monate 2500 Dollar.

Neuestes "Ayuda"-Projekt ist eine Blindenschule in Trujillo. Die Schülerzahl hat sich seit 1997 von zwölf auf 105 erhöht. "Das ist ein großes Glück", so Harald Schmidt-Hurtienne, "weil es in Peru immer noch als Schande gilt, ein behindertes Kind zu haben. Manche werden von ihren Eltern versteckt."

Harald Schmidt-Hurtienne hat viel Freude an seinem ehrenamtlichen Engagement, er ist auch noch im Förderverein des Töpfereimuseums Langerwehe aktiv. "Natürlich ist für Ayuda sehr viel Zeit nötig. Besonders früher, weil sehr viel Korrespondenz zu erldigen war und ich viele Jahre der einzige in der Gruppe war, der Spanisch konnte. Jetzt habe ich allerdings Unterstützung von einem jungen Mann bekommen. Und ich habe ja als Pensionär Zeit. Und auch als Lehrer hat man Zeit, wenn man seinen Beruf gut organisiert."

Leider hat auch "Ayuda" im Augenblick finanzielle Sorgen, auch wenn die Gruppe viele "Stammspender" hat, fehlt Geld. Wer helfen will, kann Harald Schmidt-Hurtienne anrufen unter Telefon 02421 74646.